5 Tipps für Eltern eines hochsensiblen Babys | SOCIAL MOMS

5 Tipps für Eltern eines hochsensiblen Babys

So kannst du dein Kind in der Hochsensibilität unterstützen und fördern

Diese Tipps können dir weiterhelfen, aber vergiss nicht, dass hochsensible Kinder in diesem Alter sehr unterschiedlich sein können. Verlasse dich deshalb auf dein Gespür und deine gesunde Menschenkenntnis. Vertiefe dich nur in die Tipps, die für dich umsetzbar und nützlich sind und lass die anderen links liegen.

 

  1. Reduziere die Stimulationen im Alltag

    Dieser Rat ist dann wichtig, wenn dein Kind viel weint. Entferne die besonders grellen und bunten Spielsache, vermeide zu laute Geräusche, reduziere die „Aufheiterungsversuche“, verwende weiche Materialien für Kleidung und Bettzeug, achte auf die Raumtemperatur und die Temperatur des Badewassers. Sprich mit deinem Umfeld, den Großeltern, den anderen Familienmitgliedern, Freunden oder Mütter aus der Pekipgruppe darüber, damit dein Kind vor zu viel Stimulation verschont wird, wenn sie Zeit zusammen verbringen. Reduziere die Anzahl der Ausflüge und Unternehmungen. Einige Babys haben ein großes Ruhebedürfnis, wenn sie überstimuliert sind. Geh mit deinem Kind in einen dunklen, stillen Raum, leg dich neben dein Kind und eine Hand auf seinen Körper. Eventuell erlernst du Atemübungen oder Visualisierungstechniken, die dir für diese Momente Kraft und Ausgeglichenheit geben.
  2. Ein Leben wie in der Gebärmutter

    Gib dir und deinem Kind die Zeit, lange in deinem Arm zu liegen. Vermeide zu grelles Licht. Wenn das dein Rücken mitmacht, dann lege dein Kind in ein Tragetuch. Viel Körperkontakt und Hautberührung sind besonders wichtig. Wenn es Schlafenszeit ist, lass dir viel Zeit und gib Raum für Geborgenheit und Ruhe. Halte dich tagsüber an feste Abläufe und Routinen. Sei selbst auch so entspannt und ruhig wie möglich und teile Momente der Ruhe und Wärme im Kontakt mit deinem Kind. Nimm dir für Aktivitäten extra viel Zeit, damit dein Kind weniger Zeitdruck und Stress erlebt.
  3. Dein hochsensibles Kind reagiert besonders stark auf deine Gefühle und die Stimmung von anderen

    Zeig mit deinem Gesicht und deinen Worten, dass du weißt, was dein Kind und was du fühlst. Mit Einfühlungsvermögen erkennst du die Signale, Gefühle und Grenzen deines Kindes und somit den Wunsch nach mehr Kontakt und Stimulation oder von Schutz und Ruhe. Alle Säuglinge und Kleinkinder brauchen diese achtsame Aufmerksamkeit, aber hochsensible Kinder sind stärker davon betroffen – sowohl im Positiven als auch im Negativen.
  4. Die Wahl der Betreuung ist wichtig

    Achte darauf, dass die Einrichtung (Kita, Kindergarten, Tagespflege, Krippe) viel Ruhe, einen herzlichen, warmen Kontakt und verlässliche Routinen anbietet. Dein hochsensibles Kind benötigt einen berechenbaren Tagesablauf, die Sicherheit der Gemeinschaft und viel Nähe und weniger Stimulation, Herausforderungen und neue Erlebnisse als die meisten anderen Kinder. Stelle dich und deinen Familienalltag darauf ein, dass dein Kind vielleicht sehr viel länger zur Eingewöhnung in der Krippe oder bei einer Tagesmutter braucht. Wenn es dir möglich ist, die externe Betreuung noch aufzuschieben oder wenigstens die Stundenanzahl zu reduzieren, wird es deinem hochsensiblen Kind guttun.
  5. Du kannst immer um Rat fragen, wenn dich die starken Reaktionen deines Kindes verunsichern

    Machst du dir Sorgen, weil dein hochsensibles Kind viel weint, sehr zurückhaltend ist, stark auf kratzige Kleidung reagiert, schlecht einschlafen kann, unruhig schläft oder die Nahrungsaufnahme schwierig ist?
    In diesem Fall ist es ratsam, zu einem Physiotherapeuten oder einem Osteopathen zu gehen, der sich auf Kinder spezialisiert hat. Diese Fachleute können klären, ob dein Kind Probleme mit seiner Körperwahrnehmung hat. Vielleicht hilft ihm eine Gewichtsdecke (Kugeldecke) oder ausgleichende Übungen und stimulierende Druckpunkttherapie mit Bürsten.



Quelle: Wir haben diesen Text mit Erlaubnis der dänischen Psychologen Lise und Martin August von deren Blog aus dem Dänischen übersetzt. https://sensitiv.dk - Übersetzung Kerstin Schöps


Photo by Rodrigo Pereira on Unsplash







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Redaktion SOCIAL MOMS

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