So meisterst du Trennung und Neuanfang als Familie | SOCIAL MOMS

Das Ende als Neuanfang

Sabrina Fox erklärt, wie wir nach einem Wendepunkt im Leben neu durchstarten und in dem möglichen Verlust das Positive finden

Zurück auf Null! Vielleicht habt auch ihr das schon einmal durchgemacht und wisst jetzt: Das Leben ist nicht planbar. Es steckt voller Herausforderungen und ohja, nicht nur schöner Überraschungen. 


Darum, wie es nach einer Trennung weitergehen, vielleicht sogar besser werden kann, geht es im nächsten FÜR SIE-College Workshop am 4. November um 17.30 Uhr. Natürlich haben wir wieder inspirierende Speakerinnen mit an Bord. Sabrina Fox ist Autorin und spirituelle Beraterin. Sie sagt: „Wenn wir uns in einer Beziehung verloren haben, ist für manche die Trennung der einzige Weg zurück zu sich selbst.“ Sabrina sieht in der Trennung eine Chance für das persönliches Wachstum.



Wer eine Trennung erlebt hat, weiß wie schmerzhaft sie sein kann. Ganz gleich von welcher Seite sie ausging, es tut weh! Verletzt werden oder andere zu verletzen, ist schwer erträglich. Wenn Kinder im Spiel sind, steigt die Zahl der Betroffenen und Schmerz oder auch Schuldgefühle nehmen zu. Und zwar auch dann, wenn man weiß, dass die Entscheidung richtig ist. Und trotzdem gibt es Frauen, die den Kindern zuliebe den Gedanken an eine Trennung nicht zulassen und in traurigen Ehen verkümmern. 

„Und auch wenn es weh tut, du bist keine schlechte Mutter, wenn du gehst!"

Gefühlschaos Trennung

Knapp 150.000 Ehen wurden allein 2018 in Deutschland geschieden. Dazu kommen Zehntausende Paare, die in keiner Statistik auftauchen – einfach weil sie niemals verheiratet waren. Aus welchen Gründen auch immer eine Partnerschaft scheitert - ob man plötzlich verlassen wird, diejenige ist, die geht, oder ob die Entscheidung gemeinsam getroffen wurde -  eine Trennung markiert immer einen Wendepunkt im Leben, eine Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft, in der die eigene Welt Kopf steht und wir uns ganz neu orientieren müssen. 


Das kann sehr schmerzhaft und anstrengend sein, uns emotional durcheinander schleudern, Gefühle wie Angst, Überforderung und Einsamkeit mit sich bringen, möglicherweise auch Wut, Scham, vielleicht sogar das Empfinden, unzulänglich zu sein. 

„Wenn wir uns trennen, lernen wir uns kennen.“

Doch in der Auseinandersetzung mit dem Schmerz steckt auch die Chance, mehr über uns zu erfahren. „Es gibt immer eine Phase der Trauer und des sich Abnabelns“, sagt Sabrina Fox, Autorin, spirituelle Beraterin und selbst zweimal geschieden. „In dieser Phase aber sollten wir uns die Beziehung und auch unsere Rolle darin ehrlich anschauen. Tun wir das nicht, bleibt nur das Selbstmitleid. Das ist zwar ein sehr bequemes Zimmer – darin zu sitzen bringt uns aber überhaupt nicht weiter.“ 


„Wenn wir uns trennen, lernen wir uns kennen“ heißt ihr aktuelles Buch, in dem Sabrina Fox – auch aus eigenen Erfahrungen – beschreibt, wie uns jede Beziehung Erkenntnisse schenkt, die uns tiefer in unser persönliches Wachstum bringen. 

Aufarbeitung als Chance

„Eine Beziehung wird ja selten von heute auf morgen schlecht. Wenn wir bereit sind, da hinzugucken, und anfangen, die Partnerschaft aufzuarbeiten, können wir viel über uns erfahren. Wir können fragen: War ich wirklich glücklich? Oder: Ab welchem Zeitpunkt war ich es nicht mehr? Warum nicht? Was hat mir gefehlt?“ Ihr selbst, sagt die 62-Jährige, sei dadurch unter anderem klar geworden, dass sie sich in früheren Beziehungen um alle gekümmert habe, nur nicht um sich selbst. „Wie viele Frauen habe auch ich meine Bedürfnisse hinter die der Familie gestellt.“

Wenn sich Frauen um alle kümmern, nur nicht um sich selbst – wo bleibt da die Selbstliebe?

Wenn es ihr in Beziehungen nicht gut ging, so Sabrina, habe sie den jeweiligen Partner dafür verantwortlich gemacht. „Erst in der Rückschau, in der Auseinandersetzung mit der Beziehung und wirklich intensiver Selbstreflexion ist mir bewusst geworden, dass ich mich in den Beziehungen gar nicht mitgeteilt habe. Ein Satz wie ,Nein, das möchte ich nicht‘ beispielsweise kam mir früher schlicht nicht über die Lippen. Ich wollte doch nicht für egoistisch gehalten werden. Mit dieser Herangehensweise allerdings tritt das ganze Thema Selbstliebe in den Hintergrund.“

„Selbstliebe ist zentral, wenn wir ein waches und erfülltes Leben mit erfüllenden Beziehungen führen wollen."





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Redaktion SOCIAL MOMS

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